„Little Pleasant Alice“ ist ein „modernes Lustspiel“.
Es ist ein Tanz, der die verschiedensten Möglichkeiten des Phantastischen feiert, damit sie – gerade heute- nicht in Vergessenheit geraten. Und es sind sinnliche Gegenüberstellungen, witzig formuliert. Dabei wirkt das Normale schillernd, das Extreme ist einfach da. Ausgehend von dem Ur-Thema der weiblichen und männlichen Prinzipien (Anima & Animus, Ying & Yang), werden in „Little Pleasant Alice“ die Varianten dieser Prinzipien Ausformuliert. Sie erhalten real existierende Charaktere, sind zeitgemäß inszeniert.
Gleiches gilt für die Präsentation des Balletts. Bonger Voges und das Tanztheater Neger arbeiten mit verschiedenen Medien, die gleichberechtigt nebeneinander stehen. Tanz verliert so den elitären Sockel, sei es der intellektueller Avantgardisten oder der des konservativen Ballettgenres. Tanz ist Popkultur.
„Pop meets Klassik“ kann so auch eine der Prämissen von „Little Pleasant Alice“ sein. Das heißt, getragen wird das Stück von im klassischen Sinn hervorragenden Tänzern, sowie, ebenbürtig, von Figuren des Pop. Damit das lebensfrohe Thema sowohl eine qualitativ großartige Präsentation, wie ein adäquates Medium unserer Zeit und unseres Zeitgefühls findet. |
Aufregende Ästhetik, konsequenter Inhalt, populäre Präsenz und technische Perfektion – das alles zusammengenommen hat es im Tanz noch nie gegeben. Hier wird es ein neues Prinzip.
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